Aktualisierung von Terminals über den Digitalbus SCS (Tegui/Bticino)

Die Architektur der Video-Türsprechanlagen von Legrand (Tegui/Bticino) basiert auf einem 2-Draht-Bus ohne Polarität unter dem Kommunikationsprotokoll SCS.

Diese Technologie ermöglicht die gleichzeitige Übertragung von Daten, Audio, Video und Stromversorgung und gewährleistet eine hohe Signalstabilität, selbst bei älteren Installationen.

Das Konzept der technologischen Rückwärtskompatibilität

Der große Wettbewerbsvorteil dieses Systems besteht darin, dass das „Gehirn“ der Konnektivität im Endgerät (Monitor) liegt, nicht in der Businfrastruktur oder der Türstation.

Daher können wir ein Upgrade auf Wi-Fi durch den Austausch des Benutzerendgeräts durchführen, sofern die bestehende Installation SCS 2-Draht ist.

Technische Machbarkeitsanalyse nach Modellen

Jedes Endgerät, das das SCS-Protokoll verwendet, kann durch einen Monitor der neuen Generation mit integriertem Wi-Fi-Gateway ersetzt werden.

Ursprungsgerät Bus-Architektur Kompatibilität mit Wi-Fi-Monitor
Serie Swing / Polyx / Classe 100 V12 2-Draht-Bus (SCS) Vollständig. Der Bus unterstützt den für das neue Endgerät erforderlichen Datenfluss.
Serie 8 / Classe 100 V16 2-Draht-Bus (SCS) Vollständig. Aktuelle 2-Draht-Modelle ohne native Konnektivität.
Serie 7 (Digital) Altes digitales System Keine. Erfordert einen Schnittstellenwandler oder einen kompletten Systemaustausch (Kit).
Serie Europa / Siete 4+N / Koaxial-System Nicht vorhanden. Analoge Architektur, nicht kompatibel mit digitalem Bus.

Migrationsverfahren (Inbetriebnahme)

Um einen neuen Monitor Classe 100X oder Classe 300 EOS in eine bestehende Bus-Säule zu integrieren, besteht der technische Prozess aus drei Schritten:

  1. Physikalische Konfigurationszuordnung: Es ist unerlässlich, die Adressierung des alten Endgeräts zu replizieren. Der Konfigurator für die Wohnung N (Wohnungsnummer) und die zugehörige Türstation P müssen entnommen und im neuen Gerät wieder eingesetzt werden. Diese Konfiguratoren sind kalibrierte Widerstände, die die logische Adresse im Bus zuweisen.

  2. Schnittstellenanschluss: Anschluss der Klemmen BUS (Klemme 1 und 2). Da der Bus nicht polarisiert ist, besteht keine Gefahr einer Phasenvertauschung, es wird jedoch empfohlen, die Konsistenz in der gesamten Säule beizubehalten.

  3. IP-Bereitstellung: Das Endgerät fungiert als IoT-Knoten. Sobald es vom Bus mit Strom versorgt wird (oder bei kritischer Buslast über ein zusätzliches Netzteil 1-2), erstellt der Monitor einen Zugangspunkt (AP) zur Verbindung über die App Home + Security über ein 2,4-GHz-WLAN-Netzwerk.


Leistungsüberlegungen

Beim Einbau eines Wi-Fi-Monitors (wie dem 300 EOS) steigt der Stromverbrauch im Bus.

Es ist technisch notwendig zu prüfen, ob das aktuelle Netzteil (z. B. Ref. 346050) genügend Stromstärke bereitstellt oder ob ein zusätzliches lokales Netzteil für den Monitor erforderlich ist, wenn die Entfernung zum zentralen Knoten die Spannungsabfallgrenzen überschreitet.

Möchten Sie, dass wir die Buslastberechnung für eine Installation mit mehreren Wi-Fi-Monitoren analysieren?